Protest gegen Rüstungs-Exporte: Bundesbehörde blockiert

Am 04.02.2020 veröffentlicht

Mit einer Sperre und Transparenten haben Rüstungsgegner am frühen Dienstag das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle in Eschborn blockiert.

Nach Angaben der Sprecherin der Gruppe Cora Mohr waren rund hundert Aktivisten vor Ort. Der Protest richte sich gegen Exportgenehmigungen für Rüstungsgüter in Länder wie Mexiko, Ungarn, Saudi Arabien oder die Türkei. "Da die Politik versagt, appellieren wir heute an die Angestellten der Behörde. Damit auch sie sich für den Frieden, besonders in Krisenregionen, einsetzen und dem Morden ein Ende bereiten", schreibt Mohr in einer Pressemitteilung. Die großen Rüstungskonzerne profitierten davon, dass deutsche Waffen in vielen Krisen- und Kriegsgebieten zum Einsatz kämen, heißt es weiter.

Ein Sprecher der BAFA sagte, die Protestierenden seien vor allem am Haupteingang und im Foyer versammelt. "Es wird getrommelt und es wurden Transparente angebracht." Die meisten Mitarbeiter könnten ganz normal ihrer Arbeit nachgehen. BAFA-Präsident Torsten Safarik habe seine Termine für den Vormittag abgesagt und Gesprächsbereitschaft mit den Aktivisten gezeigt.

Empfohlene Kanäle