Sonntag zählt jede Stimme: Ein Kreuz für Europa

Am 24.05.2019 veröffentlicht

Die Europawahl steht an und Mahnungen an Hessens Wähler wurden lauter, bei der Abstimmung mitzumachen.

Bei der Europawahl am Sonntag können rund 4,7 Millionen Hessen über die Sitzverteilung im EU-Parlament mitbestimmen. 40 Parteien und sonstige politische Vereinigungen haben ihre Kandidaten ins Rennen geschickt. Neben den wahlberechtigten Deutschen können sich auch rund 400 000 in Hessen lebende Unionsbürger an der Wahl beteiligen.

Für die Christdemokraten geht der Jurist und Marburger Hochschulprofessor Sven Simon als Spitzenkandidat ins Rennen. Der Gießener Politikwissenschaftler Udo Bullmann steht für die SPD auf der Bundesliste auf Platz zwei. Der Biobauer Martin Häusling aus dem nordhessischen Bad Zwesten ist bei den Grünen genauso auf Rang sechs gelistet wie der aus Gießen stammende Restaurantfachmann Ali Al-Dailami für die Linke.

Die ehemalige Generalsekretärin der Bundes-FDP mit Wahlkreis in Frankfurt, Nicola Beer, ist die Spitzenkandidatin der Liberalen bei der Europawahl. Der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Frankfurt, Rechtsanwalt Thorsten Lieb, steht auf Platz sechs der FDP-Bundesliste. Für die AfD kandidiert Christine Anderson aus Limburg auf Rang acht.

2014 rückten vier Hessens ins EU-Parlament ein

Bei der vergangenen Europawahl im Jahr 2014 hatten sechs deutsche Abgeordnete ihren Wohnsitz in Hessen. Deutschland entsendet insgesamt 96 Abgeordnete ins Europäische Parlament.

Die Wahlbeteiligung in Hessen stieg 2014 zwar von 37,9 Prozent (2009) auf 42,2 Prozent - lag aber dennoch deutlich unter dem Bundesschnitt. Um dem europafeindlichen Populismus entgegen zu treten sei eine Teilnahme an der Europawahl wichtiger denn je, hatte Hessens Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) diese Woche im Landtag in Wiesbaden betont.

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