Doch nicht so gefährlich?: Experten kritisieren EU-Grenzwerte für Feinstaub

Am 23.01.2019 veröffentlicht

Nicht zuletzt mit der aktuellen Debatte um Dieselfahrverbote ist die Dringlichkeit von Grenzwerten für Luftschadstoffe in Deutschland allgegenwärtig. Solche Grenzwerte sollen Menschen insbesondere in städtischen Ballungsgebieten vor schmutzigen Abgasen schützen. Jetzt aber haben mehr als hundert Lungenspezialisten den gesundheitlichen Nutzen dieser Grenzwerte angezweifelt. Unser Reporter Tim Kirschsieper hat sich in Hessen einmal umgehört.

Viele Studien, die Gefahren durch Luftverschmutzung zeigen sollen, hätten nach Ansicht der Experten erhebliche Schwächen. Darüber hinaus seien Daten in der  Vergangenheit zu einseitig interpretiert worden.

Der aktuelle Grenzwert liegt bei 40 Milligramm NOx (Stickoxide) pro Kubikmeter. "Die EU-Grenzwerte sind eindeutig zu niedrig, die Gefährdung beginnt erst mehrere Größenordnungen drüber", verrät uns Lungenfacharzt Dieter Köhler. Demnach ist die aktuelle Situation vielleicht doch nicht so kritisch, wie sie oftmals dargestellt wird.

Die Diskussion um die Diesel-Abgase hat wieder Fahrt aufgenommen. Eine Lösung im Streit um die drohenden Fahrverbote ist trotzdem weiterhin nicht in Sicht. Was die Frankfurter zum Thema Feinstaub zu sagen haben und wie das Umweltministerium reagiert, sehen Sie im Videobeitrag.

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