Jagd auf Plagegeister: Fraktionen streiten über Waschbären-Schonzeit

Waschbären und Füchse sollen in Hessen nicht mehr geschont werden - das fordert die FDP-Landtagsfraktion heute vor dem Hessischen Staatsgerichtshof. Die Liberalen klagen gegen die Landesjagdverordnung.

Hessens Umweltministerin Priska Hinz (Grüne) hat Lockerungen für die Jagd auf Waschbären angekündigt. Bei der Verhandlung vor dem Staatgerichtshof bestätigte sie, dass es für eine ganzjährige Jagd auf junge Waschbären gute Gründe gäbe. Derzeit gilt in Hessen eine Schonzeit für junge und erwachsene Waschbären vom 1. März bis 31. Juli.
Ein endgültiges Urteil soll nach den Worten einer Sprecherin erst zu einem späteren Termin verkündet werden.

Waschbären gelten in Nordhessen als Plage

Waschbären und Füchse sind in Hessen flächendeckend verbreitet. Der Waschbär, als ursprünglicher Amerikaner, gilt in Europa als invasive Tierart. Da die hessische Waschbär-Population ihren Ursprung in der Nähe von Kassel hat, trifft man in Nordhessen mehr dieser Tiere an als in Südhessen, so der Biologe Andreas Opitz vom Hessischen Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie (HLNUG) in Gießen. Immer wieder gibt es Verwüstungen durch die pelzigen Tiere - im August 2019 richtete ein Waschbär einen hohen Schaden in einer Werkstatt in Immenhausen an.

 

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