Nach Unwetter in Mittel- & Osthessen: Feuerwehr kämpft gegen Wasser und Schlamm

Am 14.05.2018 veröffentlicht

Heftige Frühlingsgewitter haben am Sonntagabend vor Allem im Vogelsbergkreis getobt. Schlammlawinen, umgestürzte Bäume, vollgelaufene Keller und blockierte Straßen – Rettungskräfte und Anwohner hatten auch heute Morgen noch mit den Folgen des Gewitters zu kämpfen.

Die Feuerwehr im Vogelsbergkreis berichtete am Morgen von 127 Einsätzen, mehr als 700 Einsatzkräfte waren vor Ort. Verletzte gab es aber nicht. Mit am stärksten betroffen war die Orte Grebenhain und Feldatal. Hier waren mehrere Autos von Wasser und Schlammlawinen mitgerissen worden, in Feldatal wurde ein Auto vom Wasser sogar gegen eine Hauswand geschleudert. In Lautertal wurde eine Straße auf 30 Metern Länge von einer Schlammlawine überspült, im knapp 10 km entfernten Köddingen wurde eine komplette Baustelle einschließlich Baumaterial weggeschwemmt, als sich eine Flutwelle durch den Ort schob. Das Dorf war am Abend fast komplett von der Außenwelt abgeschnitten.

Keine Verletzten, aber hoher Schaden

In mehreren Orten stand das Wasser bis zu einem Meter hoch in den Straßen. Mit Baggern, Schaufeln und Besen mussten die Feuerwehrleute in vielen Gemeinden die Straßen frei räumen. Auch im Kreis Marburg-Biedenkopf liefen Keller und Tiefgaragen voll, Bäume stürzten um. Hier zählte die Feuerwehr mehr als 50 Einsätze.  „Zum Glück gab es aber keine Personenschäden“, sagte ein Sprecher der Polizei. Nach ersten Schätzungen der liegt der Schaden bei rund 100.000 Euro.

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