Tod nach Kaiserschnitt: Prozess gegen drei Ärztinnen beginnt in Frankfurt

Am 16.10.2019 veröffentlicht

Am Mittwoch hat die Staatsanwaltschaft in Frankfurt schwere Vorwürfe gegen drei Frauenärztinnen erhoben: Weil sie zu spät gehandelt hätten, soll eine junge Frau gestorben sein. Ihnen wird nun fahrlässige Tötung vorgeworfen.

Am 9. Juli 2014 bringt die damals 31 Jahre alte Melina M. in einem Frankfurter Krankenhaus per Kaiserschnitt einen gesunden Jungen zur Welt. Doch dann kommt es zu Komplikationen: Die junge Mutter verliert plötzlich große Mengen an Blut und erleidet einen Kreislaufschock. Die Reanimationsversuche bleiben erfolglos. Einen Tag nach der Geburt ihres Kindes stirbt die 31-Jährige.

Die damals eingeleiteten Maßnahmen der Gynäkologinnen seien nicht angemessen gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Gleich zu Beginn der Verhandlung machte der Richter deutlich, dass es nicht um bewusste Fehler geht. Den drei Frauen wird unbewusste Fahrlässigkeit vorgeworfen. "Auch die ist strafbar und das Gericht muss jetzt entscheiden, ob der Tod der jungen Frau hätte vermieden werden müssen", so RTL-Reporterin Carina Cordes, die zum Prozessauftakt vor Ort war. Mehr zu dem Fall erfahren Sie im Videobeitrag. Das Urteil wird Mitte November erwartet.

 

 

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