Warten in der Kälte: Menschen stehen nachts Schlange vor Ausländerbehörde

Am 21.12.2018 veröffentlicht

In der Regel nerven Behördengänge und sind echte Zeitfresser. Führt man sich jedoch einmal die Situation bei der Frankfurter Ausländerbehörde vor Augen, scheinen viele augenscheinlich große "Probleme" doch eher nichtig zu sein. Unsere Reporterin Lisa Siewert hat sich die Nacht um die Ohren geschlagen und mit Wartenden vor Ort gesprochen.

"Es gibt online keine Infos, auch keine Terminvergabe. Ans Telefon geht keiner ran und auch bei E-Mails wird es schwierig", sagt uns Rohan aus Indien. Er arbeitet in der IT-Branche und benötigt dringend ein neues Visum. Eine Mail habe er zwar geschickt, warte aber seit über 25 Tagen auf eine Antwort.

Das schlimmste an der Warterei ist die Kälte. Zwar gibt es Dixi-Klos für die Wartenden vor der Ausländerbehörde, aber Heizpilze oder etwaige Maßnahmen gibt es leider nicht.

Das Frankfurter Ordnungsamt erklärt sich so: 15 Vollzeitstellen seien unbesetzt, die psychische Belastung in dem Job sei groß und aktuell habe man mit vielen Krankheitsfällen zu kämpfen. Immerhin: Für das kommende Jahr gelobt das Amt Besserungen: "Eines unserer Ziele für 2019, die Warteschlangen obsolet werden zu lassen."

  

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