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Gehalts-Affäre bei Sozialverband: AWO-Chef tritt ab

Seit Wochen steht der AWO-Kreisverband in der Kritik. Überhöhte Gehälter und teure Dienstwagen haben ein enormes Medienecho hervorgerufen und den langjährigen Geschäftsführer Jürgen Richter nun zum Rücktritt bewegt. 

Es sei der Zeitpunkt gekommen, an dem dieser Schritt "für die Arbeiterwohlfahrt und die laufende Diskussion meines Erachtens hilfreich sein wird", heißt es in von der AWO auf Anfrage veröffentlichten Stellungnahme Richters.

Die "ständigen personalisierten Angriffe in den Medien" hätten ihn schwer getroffen, und er wolle sich dem nicht länger aussetzen, erklärte Richter. Mit seinem Schritt sei kein Schuldanerkenntnis verbunden, er räume aber ein, dass "es in verschiedenen Phasen der laufenden Auseinandersetzung Fehler unsererseits gegeben hat".

Hohe Gehälter beim Sozialverband

Der Frankfurter Awo-Kreisverband steht seit Wochen in der Kritik. Hintergrund sind staatsanwaltschaftliche Ermittlungen wegen Betruges und der Untreue mit Geldern der Stadt sowie Medienberichte über Luxus-Dienstwagen und ungewöhnlich hohe Gehälter für einige Mitarbeiter, unter anderem der Ehefrau von Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD). Anfang Dezember hatte der Verband erste Konsequenzen angekündigt, etwa eine Überarbeitung der Dienstwagenrichtlinie, auch das Gehaltsgefüge und Eingruppierungen sollen überprüft werden.

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