"Wir sind keine Gegenstände": Azubis streiken für mehr Geld

Am 13.10.2020 veröffentlicht

Azubis aus dem öffentlichen Dienste haben am Dienstag ihre Arbeit niedergelegt und in der Frankfurter Innenstadt demonstriert.

Es waren unter anderem Beschäftigte aus der Altenpflege, aus Kindertagesstätten, von den städtischen Bühnen, der Frankfurter Stadtverwaltung, Kliniken und aus der sozialen Arbeit versammelt gewesen.

"Auch wir arbeiten im Schichtdienst. Arbeiten bis zu zwölf Tagen durch, müssen unsere Pausen unterbrechen und werden wie Gegenstände behandelt", sagte die angehende Krankenpflegerin Julienne Kraicker bei einer Rede auf der Verdi-Kundgebung.

Verhandlungen festgefahren

Die Gewerkschaft Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen unter anderem eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent. Die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte sollen um 100 Euro monatlich angehoben werden. Die Verhandlungen werden am 22. Oktober in Potsdam fortgesetzt.

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