"Scherensache", "Schnittstelle" und Co.: Wie sinnvoll sind lustige Friseursalon-Namen?

Am 18.02.2019 veröffentlicht

"Scherensache", "4 Haareszeiten", "Kamm in" oder auch "Pony und Clyde": Für viele ist die kreative Benennung des eigenen Friseursalons Ehrensache. So wie für Susanne Krapf, Geschäftsführerin der „Schnittstelle“ in Frankfurt. Sie hat eigens für die Namensfindung ihres Salons sogar eine Agentur bemüht. Damit scheint sie bei weitem nicht die Einzige zu sein. Unsere Reporter Raphael Fleischmann und Tim Kirschsieper haben Friseure befragt und das Phänomen unter die Lupe genommen.

"Bei einem Glas Wein mit meinem Mann", so hat Angela Avella den Namen für ihren Salon "4 Haareszeiten" in Bad Soden gefunden. In erster Linie sollte der Name gut am Telefon klingen, das war das wichtigste Kriterium für die Friseurmeisterin. Die Kunden geben ihr positives Feedback. "Ich finde den Namen toll und kann mich damit identifizieren", sagt eine Kundin.

Der Trend zur Wortspielerei im Friseurgewerbe hat laut des Wiesbadener Agenturinhabers Christian Adelhütte keinen großen Einfluss auf die Kundschaft: "Ich glaube, dass ein richtig guter Friseur sich einen Fantasienamen überlegen kann und trotzdem einen vollen Salon haben kann. Letztendlich kommt es auf die Kompetenz und auf das Können an."

Egal scheint also, wie witzig der Name eines Salons ist – im Endeffekt spielt das Handwerk der Friseurinnen und Friseure eine größere Rolle.  

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