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Zur Unterstützung von Frühchen: Frankfurt bekommt Hessens erste Muttermilchbank

Hessens erste Muttermilchbank entsteht am Frankfurter Uniklinikum. Mütter, die ihre Frühchen nicht stillen können, sollen hier künftig auf überschüssige Milch anderer Mütter zurückgreifen können. Laut Professor Erhard Seifried, Leiter des DRK-Blutspendedienstes, liefen die Planungen bereits, die Umsetzung soll im März oder April beginnen. Für das Projekt sind die Frankfurter Universitätsklinik und der Blutspendedienst verantwortlich.

Die Spenderinnen bekommen kein Geld, die Verantwortlichen zeigen sich jedoch zuversichtlich, dass genug Spenden zusammen kommen werden. Die künftigen Muttermilchspenden seien ausschließlich für Frühchen reserviert. "Die Immunabwehr ist bei Frühchen noch nicht so entwickelt. Wenn sie Muttermilch bekommen, haben sie eine wesentlich bessere Prognose", so Seifried. Laut Barbara Mitschdörfer, Vorstandsvorsitzende des Bundesverbandes "Das frühgeborene Kind", sei hinreichend belegt, dass Frauenmilch einen beachtlichen Mehrwert gegenüber industriell gefertigter Säuglingsnahrung hat.

Neben Hessen gibt es auch in Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Schleswig-Holstein und Bremen bislang noch keine Muttermilchbank. Ziel ist es, dass spätestens 2023 kein Bundesland mehr ohne Milchbank sein soll. Dem neuen Standort in Frankfurt sollen bestenfalls noch weitere Banken in Hessen folgen.

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