Zwölf Jahre Haft: Urteil nach Messerstecherei

Am 21.12.2020 veröffentlicht

"Sie haben eine junge, lebenslustige Frau getötet", sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Zwölf Jahre muss ein Mann in den Knast, weil er seine Ex-Freundin erstochen hat.

Nach der tödlichen Messerattacke vor einem Supermarkt in Frankfurt-Bornheim ist der 44-Jährige wegen Totschlags verurteilt worden. Damit blieb das Landgericht Frankfurt unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Es sei ein "erschütterndes Geschehen" gewesen, das sich im Oktober 2019 ereignet habe, hieß es in der Urteilsbegründung.

Messer unmittelbar vor der Tat gekauft

Der angeklagte Schwede und das 24 Jahre alte Opfer hatten kurz vor dem Angriff gemeinsam das Tatwerkzeug in dem REWE-Markt in der Heidestraße gekauft - die Frau bezahlte es mit ihrem Geld. Vor zahlreichen Zeugen wurde sie schließlich mit 33 Messerstichen getötet. Trotz der "Arg- und Wehrlosigkeit" des Opfers ging das Gericht nicht von Mord aus.

Der über die Trennung enttäuschte Mann habe die Arglosigkeit der Frau nicht konkret ausgenutzt, weil er ihr nicht aufgelauert sei und er sie nicht aus einem Hinterhalt angegriffen habe. Die Tat sei aber auch keine Affekttat gewesen, begründete der Vorsitzende Richter.

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