Verdacht der Steuerhinterziehung: Durchsuchung beim DFB

Am 07.10.2020 veröffentlicht

Gemeinsam mit Beamten der Steuerfahndung, des Bundeskriminialamts und der Bundespolizei hat die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Mittwoch Geschäftsräume des Deutschen Fußball-Bundes e.V. (DFB) und Privatwohnungen von ehemaligen und aktuellen DFB-Verantwortlichen durchsucht. Die Durchsuchungen fanden in Hessen, Bayern, Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz statt.

Es besteht der Verdacht der fremdnützigen Hinterziehung von Körperschafts- und Gewerbesteuern in besondern schweren Fällen, so die Staatsanwaltschaft Frankfurt. Betroffen sind die Einnahmen aus der Bandenwerbung bei Länderspielen der Nationalmannschaft aus den Jahren 2014 und 2015.

Beschuldigt werden insgesamt sechs Personen. Sie sollen Einnahmen "bewusst unrichtig als Einnahmen aus der Vermögensverwaltung erklärt zu haben, damit der DFB insoweit einer Besteuerung in Höhe von 4,7 Millionen Euro entging", so die Staatsanwaltschaft. Um wenn es sich bei den Beschuldigten genau handelt, gab die Staatsanwaltschaft nicht bekannt.

Im fraglichen Zeitraum war Wolfgang Niersbach Präsident des DFB. Er gab jedoch bereits bekannt, dass es bei ihm keine Durchsuchung gegeben habe. 

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