Die DZ Bank wurde schon Mitte Juli durchsucht.

Dubiose Aktiendeals: Unbemerkte Razzia bei der DZ Bank in Frankfurt

Die Razzia am 11. Juli 2018 verlief so unauffällig, dass bis jetzt davon nichts näheres bekannt wurde. Laut der 'Süddeutschen Zeitung' ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen vier Börsenhändler der DZ Bank. Der Schaden soll sich auf 131 Millionen Euro belaufen.

Bereits Mitte Juli wurde die DZ Bank auf Anweisung der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt durchsucht. Die Börsenhändler werden verdächtigt, mit sogenannten Cum-Ex-Geschäften den Staat betrogen zu haben. Bei diesen Geschäften werden Aktien oft sehr schnell zwischen mehreren Betieiligten hin- und hergeschoben. Die Beteiligten des Betrugs ließen sich bei dem Aktienhandel Bescheinigungen über die Kapitalertragssteurer mehrfach ausstellen, obwohl die nur einmal gezahlt wurden. Bis zum Jahr 2012 gab es Kontrolllücken der Finanzbehörden, die nach der Entdeckung geschlossen wurden. Das Institut hat inzwischen nach eigenen Angaben insgesamt 149 Millionen Euro inklusive Zinsen zurückgezahlt. 

Betrug schon 2013 aufgedeckt

Es fiel 2013 bei einer Betriebsprüfung auf, dass auch bei der DZ Bank solche Geschäfte getätigt wurden. Die Bank habe die Vorfälle nach dem Entdecken frühzeitig aufgearbeitet und kooperiere vollumfänglich, erklärte die Banksprecherin. In Folge der Betriebsprüfung leiteten die Behörden die Ermittlungen ein. 2016 stellte die DZ Bank sämtliche Untersuchungsberichte den Behörden zur Verfügung.

Die Untersuchungsberichte genügten nicht

Der Generalstaatsanwaltschaft genügten die vorgelegten Untersuchungsberichte nicht. Aus diesem Grund wurde am 11. Juli 2018 mit großem Aufwand die Razzia in der DZ Bank durchgeführt. Ziel der Razzia war es, so viel wie möglich über die verdächtigten vier Börsenhändler herauszufinden und weitere Hintergründe aufzudecken.

 

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