Bombe im Main: Entschärfung am Sonntag

Am 12.04.2019 veröffentlicht

Schon wieder steht in Frankfurt eine komplizierte Entschärfung einer Bombe an. Der Kampfmittelräumdienst rückt am Sonntagvormittag an, um die Bombe unschädlich zu machen. Die US-amerikanische 250-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg liegt an einem heiklen Ort: Sie wurde am Dienstag bei Arbeiten an der Alten Brücke mitten im Main entdeckt. In direkter Umgebung sind der bei Touristen beliebte Römerberg, das Mainufer und das Museumsufer. 

Rote Schutzzone

Aus Sicherheitsgründen müssen für die Entschärfung auf beiden Seiten des Mainufers die ersten Häuserreihen in einem festgelegten Bereich evakuiert werden. Alle Bewohner dieser Zone müssen bis Sonntag, 14. April, 8 Uhr ihre Wohnung sowie den gesamten Bereich verlassen haben. Im Anschluss daran wird der Bereich durch die Polizei kontrolliert. In dieser Zone liegen der Dom und das Historische Museum.

Gelbe Schutzzone

Die Bewohner der zweiten Häuserreihen  können in den Gebäuden  bleiben. Sie jedoch dazu aufgefordert, Fensterbereiche auf der Main zugewandten Seite zu meiden sowie Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Aufenthalt im Freien ist in diesem Bereich für die Dauer der Evakuierungszeit aus Sicherheitsgründen verboten.

Gottesdienst am Palmsonntag entfällt

Aufgrund der Entschärfung fallen auch die Mesen im Kaiserdom der Stadt aus. Wie die Katholische Stadtkirche am Freitag mitteilte, fallen die Messen am Palmsonntag um 8, 10 und 12 Uhr aus. Die Domgemeinde lädt die Gläubigen für 11:30 Uhr zu einem feierlichen Gottesdienst mit Palmweihe in die evangelische Heiliggeistkirche im Dominikanerkloster ein. 

Hintergrund

Bei Arbeiten an der Alten Brücke war die Bombe bereits am Dienstag entdeckt worden. Am Mittwochvormittag war der Schiffsverkehr gesperrt worden, damit Taucher der Wasserschutzpolizei und des Kampfmittelräumdienstes die Bombe untersuchen konnten. Das weitere Vorgehen war zunächst unklar. Schiffe dürfen bis auf Weiteres wieder auf dem Main fahren.

Für Bürger wurde eine Info-Hotline eingerichtet: 069 / 212 111. Weitere Informationen haben Polizei, Stadt und Feuerwehr zusammengefasst.

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