Fast drei Jahre Haft: Familienvater gesteht sexuelle Übergriffe auf drei Frauen

Am 20.08.2018 veröffentlicht

Einem 28-jährigen Mann werden versuchte Vergewaltigung und zweifache sexuelle Nötigung vorgeworfen. Zwischen Oktober vergangenen Jahres und Januar 2018 waren drei Passantinnen sexuell angegriffen worden. Eine verdeckte Ermittlerin konnte den Mann schließlich festnehmen. Am Montag musste er sich vor dem Landesgericht Frankfurt verantworten – und gesteht seine Tat.

Evrim B. ist eines der Opfer und spricht mit uns über die Tat vom 29. Dezember 2018. „Ich war auf dem Heimweg gewesen, hatte eine Kapuze auf und meine Kopfhörer. Da ist er mir entgegengelaufen.“ Dann hat er sie ruckartig gepackt und nach dem Weg gefragt. „Er wendete seinen Blick von links nach rechts und zog mich an den Schultern in das Gebüsch“, schildert Evrim. Sie schrie laut, trat um sich und schlug den Unbekannten. Der Mann hat losgelassen und geflüchtet.

Diesen und weitere Übergriffe auf junge Frauen gestand der Angeklagte am Montag. Er wurde zu zwei Jahren und zehn Monaten Haft verurteilt. Das Landgericht Frankfurt setzte darüber hinaus ein Schmerzensgeld von 3.000 Euro an eines der Opfer fest, von denen 1.000 Euro bereits gezahlt worden. Evrim B. empfindet die Strafe als zu mild. „Man muss Sexualstraftäter härter bestrafen, drei Jahre reichen da nicht.“

Verdeckte Ermittlerin nahm den Mann fest

Die Festnahme des 28-Jährigen erinnert an einen Kriminalroman: Eine Polizistin ermittelt als verdeckt auf dem Frankfurter Universitäts-Campus. Tatsächlich spricht sie nach einiger Zeit ein Mann an. Er fordert sie auf, sich mit ihm auf eine Parkbank zu setzen und macht ihr währenddessen sexuelle Anspielungen. Dann fasst er die Beamtin am Oberschenkel und öffnet seine Hose. Als er verlangt, dass sie ihn manuell befriedigen soll, gibt sich die Polizistin zu erkennen und nimmt den Mann fest.

Im 6. Oktober vergangenen Jahres begann die Serie von sexuellen Übergriffen auf Passantinnen. Eine 23-jährige Studentin befindet sich um Mitternacht auf dem Heimweg. Ein Unbekannter spricht sie an und zerrt sie in eine Hecke. Dort zwingt er die Frau ihn mit der Hand zu befriedigen. Die weiteren beiden Vorfälle ereigneten sich im Dezember und Anfang Januar. Sie blieben jedoch erfolglos, da die 37 und 23 Jahre alten Frauen den Sexualtäter mit Schreien und Tritten in die Flucht schlagen konnten.

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