Teurer Müll: Preisanstieg an Wertstoffhöfen

Am 29.04.2020 veröffentlicht

Lange Schlangen sind vor Hessens Wertstoffhöfen im Moment keine Seltenheit. Mehr Zeit zum Ausmisten und das ein oder andere Heimwerker-Projekt verursachen jede Menge Müll – und der will natürlich entsorgt werden.

Wir haben bei der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES) nachgefragt, warum wir dafür nun tiefer in die Tasche greifen müssen. 

Eine Übersicht:

  • Unter Bauschutt gefasst werden Beton, Estrich, Mörtel, Dachziegel, Mauerwerks-/Ziegelbruch, Kies, Sand, Kalksteinsand, Naturstein, Fliesen, Kacheln, Steine, Keramik (Waschbecken, Toilettenschüssel). Für die Anlieferung einer klassischen Kofferraum-Menge (etwa ein Kubikmeter) werden nun künftig 35 Euro veranschlagt. Bisher waren es 15 Euro.
  • Die Ladung aus dem Kombi oder dem kleinen Anhänger kostet nun 56 Euro (bisher 24). Bauschutt-Ladungen aus Vans, Transportern oder großen Anhängern kosten jetzt 116 Euro (bisher 50).
  • Anpassungen gibt es ferner bei den gemischten Bau- und Abbruchabfällen. Hier kostet ein Kubikmeter künftig 78 Euro (bisher 60), 250 Liter werden mit 25 Euro veranschlagt (bisher 15), 100 Liter mit 6,50 Euro (bisher 5).
  • Behandeltes (lackiertes) Holz aus dem Außenbereich (A4-Holz) kostet pro Kubikmeter jetzt 55 Euro (bisher 50). Für den halben Kubikmeter HBCD-haltiges Styropor werden künftig 60 Euro veranschlagt (bisher 50).
  • Alle genannten Abfälle gelten als Sonderabfall. Anders als normaler Siedlungsabfall, der dem Recycling oder der Verbrennung zugeführt wird, muss Sonderabfall einen streng genormten Entsorgungsweg einhalten, der hohe Kosten verursacht.

Eine Übersicht der Wertstoffhöfe finden Sie auf der Webseite der FES.

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