Professionelle Bande?: Wo ist der Ikea-Schütze?

Am 11.11.2019 veröffentlicht

Nach dem Raubüberfall auf einen Geldtransporter am Samstag, den 09. November 2019 vor dem IKEA-Möbelhaus in Frankfurt Nieder-Eschbach ist die Polizei bei der Spurensuche weitergekommen: Ein in der Nähe abgestellter und ausgebrannt vorgefundener Wagen sei das Fluchtauto des Mannes gewesen, teilten die Beamten heute Morgen mit. Spuren an und im Fahrzeug, einem Audi A8, hätten das bestätigt, erklärte ein Polizeisprecher.

Hinter dem Überfall vermutet die Polizei Bandenkriminalität. Der Täter, der den Geldboten bei einem Schusswechsel schwer verletzt hatte, sei Teil einer professionell agierenden Bande.

"Alleine die Vorbereitung, dann die Ausführung (...) auch die scharfen Waffen sprechen nicht dafür, dass es eine spontane Tat war und dass hier auch eine gewissen kriminelle Energie vorliegt, um die Hemmschwelle zu überwinden.", sagt uns Thomas Hollerbach, Sprecher der Polizei Frankfurt.

Ähnliche Taten mit ähnlichem Muster

Parallelen zu anderen Fällen seien aufgefallen, die Zusammenhänge werden nun näher untersucht. Bereits im März 2018 wurde in Köln ein Geldtransporter vor einer IKEA-Filiale überfallen, ein Jahr später schlagen Unbekannte vor dem Flughafen Köln/Bonn zu. In beiden Fällen waren die bis heute Unbekannten bewaffnet und haben die Fluchtfahrzeuge angezündet.

Opfer weiterhin im Krankenhaus

In einem Frankfurter Krankenhaus sei der schwer verletzte Geldbote am Bein operiert worden, zu seinem gesundheitlichen Zustand konnte die Polizei bisher keine Auskünfte geben.

Polizei sucht nach Zeugen

Das im Frankfurter Stadtteil Riedberg im "Prozessionsweg" ausgebrannte Fluchtauto soll nun weitere Hinweise geben. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminlpolizei unter Telefon 069 / 755-51299 zu melden. Gleichzeitig warnen die Beamten vor dem Mann, da er bewaffnet sein könnte. Zeugen zufolge soll der Täter zwischen 30 und 45 Jahre alt sein. Fahndungsfotos sollen im Laufe der Woche veröffentlicht werden.

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