Symbolbild: imago images / Heike Schreiber-Braun

Verdacht auf Manipulation: Bundesweite Razzia bei Mitsubishi - Fahrverbote drohen

In einer Pressemitteilung erklärt die Frankfurter Staatsanwaltschaft, dass zur Zeit mehrere Mitsubishi-Standorte wegen des Verdachts der Abgasmanipulation durchsucht werden. Betroffen sind zehn Niederlassungen in Frankfurt am Main, im Main-Taunus-Kreis, im Wetteraukreis, im Landkreis Darmstadt-Dieburg, in Hannover, in Regensburg, im Kreis Freising in Bayern und im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfahlen.

Im Fokus der Ermittlungen stehen Mitsubishi-Fahrzeuge mit 1,6 Liter und 2,2 Liter-4-Zylinder Dieselmotoren der Abgasnormen EURO 5 und EURO 6. Es bestehe der Verdacht, dass die Motoren mit sogenannten Abschalteinrichtungen versehen wurden. Diese sorgen dafür, dass die zulässigen Stickoxyd-Werte zwar auf dem Prüfstand, nicht aber im Realbetrieb eingehalten werden. Da Fahrzeuge mit solchen Abschalteinrichtungen nicht genehmigungsfähig sind, drohen Kunden Fahrverbote oder Stilllegungen.

Zeugen gesucht

Personen, die Neuwagen der betreffenden Modelle seit 2014 erworben haben, werden gebeten, sich als Zeugen bei ihrer örtlichen Polizeidienststelle zu melden. Alle dazu nötigen Informationen und Formulare gibt es auf der Website der Polizei Hessen.

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