Grüne Soße in Gefahr!: Nilgänse und Vandalen bringen Gärtner um die Ernte

Am 05.03.2019 veröffentlicht

Die Gärtner im Frankfurter Stadtteil Oberrad haben ein Problem: Ihre Grüne Soße ist in Gefahr. Grundbestandteil des traditionsreichen Gerichts sind die sieben Kräuter. Leider sorgen Mensch und Tier seit geraumer Zeit dafür, dass die Pflanzen nicht wie geplant gedeihen können. Nilgänse machen sich an den Kräutern zu schaffen, Vandale ernten sie illegalerweise ab und Fußgänger betreten die stadtnahen Felder mit ihren Hunden.

Durch diese äußeren Einflüsse drohen bis zu 30 Prozent der Ernte der hessischen Lieblingskräuter wegzubrechen. Daher fordern immer mehr Gärtner jetzt Bewacher der Felder im Stadtgebiet. Laut Thomas Södler, dem Sprecher des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen, gebe es Probleme dieser Art schon seit Jahren und sie würden immer schlimmer.

Leider sind die Gärtner finanziell nicht dazu in der Lage, den Schutz ihrer Felder alleine zu stemmen. Notwendig wäre aber eine sogenannte "Feldwache", die die Kräuter schützt und im Auge behält. "Wir brauchen die Unterstützung der Stadt", sagt Södler der Deutschen Presseagentur. Ein erster Schritt wäre aus seiner Sicht ein runder Tisch mit den Gärtnern und der Politik, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen.

Unser Reporter Andreas Schopf hat sich ins Feld gewagt und Gärtnermeister Rainer Schecker beim Verscheuchen der Nilgänse zugesehen.

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