Die Statik versagt: Frankfurter Hammermuseum muss schließen

Am 09.01.2019 veröffentlicht

Im August 2005 eröffnete der Stadtteilbildhauer Oskar Mahler in Frankfurt ein Hammermuseum. 1.500 Hämmer versammeln sich hier in der Münchener Straße 36 im Bahnhofsviertel. Leider trägt die Zwischenebene des Gebäudes das enorme Gewicht der Werkzeuge nicht länger. Deshalb sucht Mahler nun einen neuen Besitzer und eine neue Bleibe. Unsere Kollegen Rafael Fleischmann und Paula Doenecke haben das kuriose Museum besucht.

Für Oskar Mahler ist der Hammer ein ganz besonderes Werkzeug: Er zählt zu den ältesten Gerätschaften der Menschheit, wird bis heute verwendet und besitzt in der Regel einen hoch emotionalen Wert. Jeder Hammer erzählt eine Geschichte, so gibt es beispielsweise den Flesichhauer-Hammer, mit dem Oma jahrzehntelang ihre Schnitzel in einem Kronberger Gasthof platt klopfte oder ein Silberhammer, der in den 50er-Jahren aus der DDR geschmuggelt wurde.

Darüber hinaus befindet sich noch der kleinste Hammer der Welt in Mahlers Sammlung. Er war ein Geschenk eines befreundeten Goldschmieds. Er ist nicht mal einen Millimeter lang und man kann ihn lediglich unter einer Lupe erkennen.

Wer das Museum noch einmal in seinem alten Standort besuchen möchte, kann das unter Voranmeldung auf der Webseite des Hammermuseums machen.

Wie Mahler zu seiner Sammlung kam und wie es nun weitergeht mit seinem Museum, sehen Sie in unserem Videobeitrag. 

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