Nach Tod eines Achtjährigen: Wie sicher sind deutsche Bahnsteige?

Am 31.07.2019 veröffentlicht

Zwei schockierende Fälle haben in den letzten Tagen die Frage nach der Sicherheit an deutschen Bahnhöfen erneut aufkommen lassen. Am Montag schubste ein 40-Jähriger einen Achtjährigen am Frankfurter Hauptbahnhof auf das Gleisbett, wenige Tage zuvor wurde eine 34-Jährige im nordrhein-westfälischen Voerde vor eine Regionalbahn geschubst. Wie können Reisende auf Bahnhöfen besser geschützt werden?

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte in einer Pressekonferenz eine verstärkte Polizeipräsenz an Bahnhöfen, zudem müsse man technische Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit prüfen. Auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sprach sich für ein verstärktes Aufkommen von Polizei und Sicherheitskräften aus. Leider seien Bahnaufsichten ein komplett vernachlässigtes Mittel.

Unterschiedliche Methoden im Ausland

In chinesischen Metropolen wie Peking oder Shanghai sind die Bahnsteige mit Glastüren vom Gleis getrennt. Auch in Japan und in europäischen Ländern bemüht man sich um Sicherheit – in Japan werden zunehmend Sicherheitsbarrieren an den Bahnsteigen installiert, in Spanien dürfen nur Ticketinhaber die Bahnsteige betreten und in den Niederlanden sind an großen Bahnhöfen Sicherheitsmitarbeiter in gelben Westen im Einsatz.

Ob und in welchem Maße Deutschland versucht, sich sicherheitstechnisch aufzurüsten, berichtet unsere Reporterin Lucia Voßbeck-Elsebusch in ihrem Videobeitrag.

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