Stadt stellt sich quer: Frankfurter Helmholtzschule noch immer ohne WLAN

Am 14.12.2018 veröffentlicht

Eine Schule ohne WLAN – heute kaum noch vorstellbar. Doch in der Frankfurter Helmholtzschule ist das immer noch Realität. Anfang des Jahres haben wir über den Fall berichtet. Der Förderverein war sogar bereit, für die Kosten von Routern aufzukommen, doch die Stadt verbot die Anschaffung. Jetzt wird der Streit noch absurder: Mittlerweile sind zwar WLAN-Antennen angebracht, aber das Stadtschulamt möchte den Anschluss ans Netz nicht genehmigen – dabei fehlt lediglich ein Kabel und eine Stunde Arbeit.

Dass deutsche Schulen in Sachen Digitalisierung mächtig im Rückstand sind, steht außer Frage. Heute hat dann noch der Bundesrat die angestrebte Grundgesetzänderung zu Finanzhilfen für die Digitalisierung der Schulen vorerst gestoppt. Die Frankfurter Helmhotzschule wollte das Problem selbst angehen, und WLAN-Router in einigen der Klassenzimmer installieren. Bisher gab es Internet nämlich nur per Kabel. Die veranschlagten 5.000€ kann die Schule problemlos aufbringen, doch die Stadt Frankfurt stellt sich (jetzt und schon Anfang des Jahres) quer. Mittlerweile sind alle technischen Voraussetzungen erfüllt, sogar die WLAN-Antennen sind vorhanden, doch das Stadtschulamt lässt die Lehrer und Schüler einfach nicht ans Netz.

Den absurden Kampf um drahtloses Internet, und was die Frankfurter Bildungsdezernentin Sylvia Weber dazu sagt, sehen Sie im Video.

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