23.500 Euro pro Jahr: Hohe Hallenkosten stellen Vereine vor Herausforderung

Am 04.02.2019 veröffentlicht

Vereine spielen nicht zuletzt für die soziale Integration von Migranten und deren Kindern eine extrem wichtige Rolle – so sieht das Axel Schönberger, der Vorsitzende des Frankfurter Judo Clubs. Dementsprechend gering ist sein Verständnis dafür, dass Vereine in der Mainmetropole für die Nutzung von Turnhallen extrem hohe Gebühren zahlen müssen. Unsere Reporter Julia Möller und Frank Caspers haben mit den Verantwortlichen gesprochen.

Konkret geht es um 23.500 Euro, die der Frankfurter Judoclub im Jahre 2017  für die Nutzung seiner Halle zahlen musste. Damit scheint der Verein nicht alleine zu sein, die Handballer des TuS Niedereschbach beispielsweise mussten zuletzt 18.000 Euro im Jahr für den Gebrauch ihrer Halle zahlen. Und das, obwohl sie in extrem schlechten Zustand ist.

Die Nachfrage bei den Verantwortlichen der Stadt hat ergeben, dass die Gebühren lediglich einen geringen Teil der Kosten abdecken würden: "25 Euro für eine Trainingseinheit von eineinhalb Stunden Hallennutzungsgebühr. Wenn man weiß, dass die Vollkosten zwischen 180 und 200 Euro liegen, ist das eine unfaire Diskussion", sagt uns Roland Frischkorn vom Sportkreis Frankfurt im Interview.

Nicht zuletzt die Personalkosten, die Energiekosten und  die Reinigung schlugen mit hohen Kosten zu Buche, für die dann schlussendlich auch die gemeinnützigen Vereine aufkommen müssen – auch, wenn so die soziale Gerechtigkeit stellenweise auf der Strecke bleibt.

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