Nach ICE-Attacke: Tatverdächtiger vorläufig in Psychiatrie

Am 29.08.2019 veröffentlicht

Nach der ICE-Attacke am Frankfurter Hauptbahnhof, bei dem ein achtjähriger Junge ums Leben kam, wird nun der 40-jährige Tatverdächtige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Das teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit.

Aus einem psychiatrischen Gutachten geht hervor, dass der Tatverdächtige an einer Erkrankung aus dem "schizophrenen Spektrum" leidet. Da diese Erkrankung auch zur Tatzeit in aktuter Form vorgelegen habe, sei von einer "erheblich verminderten Einsichts- und Steuerungsfähigkeit" des Beschuldigten auszugehen. Der Haftrichter in Frankfurt am Main hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft den am 30. Juli 2019 erlassenen Haftbefehl in einen Unterbringungsbefehl umgewandelt.

Die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sei erforderlich, da mit hoher Wahrscheinlichkeit zu erwarten sei, dass der Beschuldigte aufgrund seiner Erkrankung auch künftig erhebliche rechtswidrige Taten begehen könnte und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt.

Themen
Empfohlene Kanäle