Frankfurt bittet Autofahrer zur Kasse: Künftig keine kostenlosen Parkplätze mehr in der City

Am 13.02.2019 veröffentlicht

Künftig sollen Autofahrer in der Frankfurter Kernstadt nicht mehr kostenlos am Straßenrand parken dürfen. Am Dienstag wurde vom Verkehrsdezernat ein neues Parkraumkonzept vorgestellt, das die Stadtteile innerhalb des Alleenrings, sowie die umliegenden Stadtteile wie Bockenheim, Dornbusch, Gallus und Bornheim betrifft. Unsere Reporterin Magdalena Suwak hat unter anderem mit Verkehrsdezernent Klaus Oesterling über die anstehende Änderung gesprochen.

Hintergrund des neuen Parkraumkonzeptes ist das drohende Dieselfahrverbot. Auch Frankfurt kämpft mit hoher Schadstoffbelastung. Um diese zu senken, müsste der motorisierte Individualverkehr – sprich die Zahl der Autofahrer in der City - abnehmen. Dank des neuen Konzepts soll die Innenstadt für Autofahrer weniger attraktiv  werden, zumindest in der Theorie stiegen dann mehr Menschen auf öffentliche Verkehrsmittel um.

"Wir wollen die Stickoxidbelastung verringern und das heißt, wir wollen auch den Autoverkehr und den Parksuchverkehr verringern. Außerdem wollen wir auch einen Anreiz geben, mehr öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen", sagt Verkehrsdezernent Oesterling in unserem Interview.

Ladenbesitzer befürchten dadurch negative Auswirkungen. „Ich könnte mir vorstellen, dass manche Leute dann einfach nicht mehr hierher kommen, wenn das Parken nicht mehr in dem Maße möglich ist“, sagt Heinz Eisenbletter, Besitzer der Frankfurter Buchhandlung Naumann & Eisenbletter.

Anwohner sollen künftig nach wie vor Bewohnerausweise nutzen können. Alle anderen werden aber voraussichtlich ab Sommer zur Kasse gebeten.

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