Einer der beiden Demo-Züge startete an der Alten Oper. Foto: Fritz Demel/RTL Hessen

Friedliche Kundgebung: Tausende Kurden feiern Newroz

Auf gleich drei Demonstrationen haben sich am Samstag viele Menschen lautstark für ihre Sache eingesetzt. Der größte Zug war mit Abstand der Protestzug der Kurden.

Mindestens 16 000 Menschen aus ganz Deutschland haben in Frankfurt das kurdische Neujahrsfest "Newroz" gefeiert und auf zwei Demonstrationszügen Frieden und Demokratie im Mittleren Osten gefordert. Die Demonstration wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet.

In den Reden auf der Demonstration und der Kundgebung ging es immer wieder um die Situation der Kurden in der Türkei, aber auch um die Rolle der Kurden im Nordirak im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat. Aus der Menge heraus erklangen immer wieder Rufe "Freiheit für Öcalan". Der Anführer der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, ist in der Türkei inhaftiert.

Hunderte Fahnen sichergestellt

Noch vor Beginn des Demonstrationszugs wurden bei der Kontrolle eines Lieferwagens mehrere hundert verbotene Fahnen sichergestellt, sagte eine Polizeisprecherin. Die Stimmung sei trotzdem freundlich geblieben, schrieb die Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter. Es war verboten, Fahnen mit dem Symbol der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK und ihres in der Türkei inhaftierten Führers Abdullah Öcalan mit sich zu führen. Vor zwei Jahren hat die Polizei verbotene Fahnen noch geduldet, um einer Eskalation vorzubeugen.

Bei der Kontrolle eines Busses auf dem Weg nach Frankfurt wurden nach Polizeiangaben mehrere Klappmesser, Bengalo-Fackeln, ein Taser, sowie Öcalan-Plakate sichergestellt. Die Weiterfahrt nach Frankfurt wurde daraufhin verwehrt.

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