Mobile Pflanzenwände: In Frankfurt sollen grüne Zimmer das Stadtklima verbessern

Am 10.08.2018 veröffentlicht

Etwas Schatten bei dem Sommer ist was Feines. Da kommt es gerade gelegen, dass die Stadt Frankfurt sieben grüne Zimmer mit Sitzgelegenheiten aufgestellt hat. Sie sollen in erster Linie das Stadtklima verbessern.

Die grünen Zimmer sind zwei Meter hohe Wände, die mit Zier- und Obstpflanzen bestückt sind. Sie sollen Schatten spenden und Schadstoffe aus der Luft filtern. Große Plätze ohne oder nur mit wenigen grünen Stellen heizen sich im Sommer sehr schnell auf und kühlen nachts nur wenig ab. Auch hier sollen die Wände helfen das Klima an diesen Orten besser zu regulieren. Zwar gibt es auf vielen Plätzen Bäume, die aber noch nicht groß genug sind um genügend Schatten zu spenden.

Das grüne Zimmer als Rückzugs-Oase

Neben den schattenspendenen Vorzügen der Wände, sollen sie auch als kleiner Rückzugsort inmitten der Großstadt dienen. Dafür wurden an den Wänden auch Sitzgelegenheiten angebracht. Hier kann man es sich an heißen Tagen im Schatten bequem machen. Sogar Erdbeeren kann man pflücken. Hier haben wir für Sie die Orte, an denen Sie es sich im schattigen Grün bequem machen können:

  • Paul-Arnsberg-Platz
  • Atzelsbergplatz
  • Riedbergplatz
  • Carlo-Schmidt-Platz
  • Zoo
  • Buchrainplatz
  • Gravensteiner Platz

Frankfurt will beim Klimaschutz auf Grün setzen

Es ist noch fraglich, ob die Pflanzenwände wirklich zu einer Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Petra Fuchs vom Deutschen Wetterdienst ist sich sicher, dass die Zimmer keinen messbaren Effekt haben werden. Ein Vorschlag vom Umweltdezernat Frankfurt: die belebten Straßen in Frankfurt mehr zu begrünen. Sie sind überzeugt, dass sich das sehr positiv auf die Luftqualität auswirken würde.

Der Bewässerungsmechanismus der grünen Zimmer wird komplett klimaneutral mit Solarstrom betrieben. Die grünen Zimmer sollen in erster Linie nämlich die Menschen auf den Klimaschutz aufmerksam machen. Petra Fuchs ist daher der Meinung, dass jeder Cent gut angelegt ist. 

Es gibt auch kritische Stimmen

Die Wände haben die Stadt Frankfurt 60.000 Euro gekostet. Eine Summe die einige als viel zu überteuert ansehen. Die kostengünstige Alternative wäre den Autoverkehr aus der Innenstadt zu verbannen. Das wäre gut für die Schadstoffminderung, ist in der Umsetzung aber nicht realisierbar. Aus dem Grund möchte die Stadt zumindestens in kleinen Schritten die Menschen für das Thema Klima sensibilisieren. Die Wände sollen noch bis November auf den Plätzen in Frankfurt stehen. Im Winter werden sie dann eingelagert.

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