Prozess in Frankfurt: Mutmaßlicher Auftragskiller spricht vor Gericht

Am 17.06.2019 veröffentlicht

Im Januar 2014 wird Oliver F. vor seinem Wettbüro in Frankfurt erschossen. Sein Mörder soll Ivan M. sein, ein professioneller Auftragskiller. Bislang hat der 47 Jahre alte Kroate geschwiegen – am Montag hat er zum ersten Mal über den Fall gesprochen.

Es ist der 3. Januar 2014. Ivan M. soll seinem Opfer im Hinterhof seines Wett-Bürohauses in Frankfurt-Sachsenhausen aufgelauert haben. Er zückt eine Maschinenpistole und feuert drei Schüsse auf Oliver F. ab. Die Kugeln treffen den 50-Jährigen in den Kopf und in den Rumpf. Innerhalb von Sekunden stirbt der Frankfurter Geschäftsmann.

Noch am selben Abend wird der mutmaßliche Auftragsmörder im hessischen Neu-Isenburg festgenommen. Gegen ihn ermittelte die Polizei bereits. Er hatte 2012 einen Mann in Berlin niedergeschossen und erhielt dafür im Oktober 2014 eine viereinhalbjährige Gefängnisstrafe. Dass das Gericht damals auch den Attentäter von Oliver F. verurteilt hatte, wussten sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Erst rund ein Jahr später konnte die Staatsanwaltschaft einen Zusammenhang feststellen.

Ivan M. bestreitet die Tat vor Gericht

Ivan M. soll Ende 2013 von Aleksander D., einem serbischen Geschäftspartner des Opfers, angeheuert worden sein. Hintergrund des Auftragsmords sollen geschäftliche Streitigkeiten zwischen dem mutmaßlichen Auftraggeber und dem Wettbüro-Inhaber gewesen sein. Nach der Tat habe sich D. ins Ausland abgesetzt, bis heute fahndet man nach ihm.

Ivan M. selbst bestreitet die Tat, bezeichnet die Staatsanwaltschaft vor Gericht als "Verbrecherbande" und behauptet, man wolle ihm etwas anhängen.

Empfohlene Kanäle