Tod am Bahnübergang: Schwere Vorwürfe des Bruders

Am 08.05.2020 veröffentlicht

Bei einem Zugunfall in Frankfurt-Nied ist eine 16-jährige Fußgängerin gestorben, zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Eine Schrankenwärterin war im Dienst als sich der tödliche Unfall ereignete.

Ein Zug rammte aus bislang unbekannten Gründen am Donnerstagabend gegen 20 Uhr an einem Bahnübergang ein Auto, einen Fahrradfahrer sowie eine Fußgängerin, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Schranken waren offen, obwohl sich der Zug näherte. Der Lokführer der Regionalbahn leitete noch eine Notbremsung ein, konnte aber den Zusammenstoß nicht verhindern.

Die 50 Jahre alte Autofahrerin und der 52-jährige Radfahrer wurden dabei schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Die Bahnstrecke zwischen Frankfurt-Höchst und der Mainzer Landstraße bleibe bis zum Montag gesperrt. Die 35 Zugfahrgäste blieben unverletzt.

Der Sprecher der Bundespolizei Frankfurt, Ralf Ströher, hat am Freitag gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigt, dass eine Wärterin zum Zeitpunkt des Unfalls dort gearbeitet hat. Am Montag werde die Bundespolizei eine Sonderermittlungsgruppe einsetzen, die sich ausschließlich mit dem Unfall beschäftigen werde. Der Lokführer konnte noch nicht befragt werden. Auch er steht unter Schock. Die zwei Schwerverletzten liegen noch im Krankenhaus.
Die Familie von Cindy J. hofft, dass schnell aufgeklärt wird, warum die Schranken gestern Abend offenstanden und warum die 16-Jährige sterben musste.

Im Video von Alexander Polte und Michael van Alst erhebt der Bruder Dominik J. schwere Vorwürfe. Seit Jahrzehnten wurde an dem Bahnübergang eine Unterführung oder eine Brücke geplant. 

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