Kommandeur der Terrormiliz?: Mutmaßlicher IS-Kämpfer vor Frankfurter Gericht

Am 15.01.2020 veröffentlicht

Einen 33-jähriger Syrer muss sich ab heute vor dem Frankfurter Oberlandesgericht verantworten. Der Mann steht im Verdacht, für die Terrororganisation Islamischer Staat gekämpft und mindestens 20 IS-Kämpfer befehligt zu haben. Darüber hinaus soll er mit einem Sturmgewehr am Bürgerkrieg teilgenommen haben. Die Generalstaatsanwaltschaft legt ihm die Mitgliedschaft in der Terrororganisation zur Last.

Nach der Verlesung der Anklageschrift äußerte sich der Angeklagte weder zu den Vorwürfen noch zu seiner Person. Seinem Verteidiger zufolge aber wird er sich im Verlauf des Prozesses einlassen. Ermittlungen zufolge soll er sich bereits 2013 dem IS angeschlossen haben. Als Anführer soll er im Gebiet der Stadt Rakka Kontrollposten an Straßen und Patrouillen organisiert haben. In diesem Zusammenhang wird ihm auch die Geiselnahme zweier Männer vorgeworfen.

Laut Gericht war er 2015 als Flüchtling eingereist und lebte später in Kssel. Die Polizei nahm ihn im November 2018 fest. Seitdem saß er in Untersuchungshaft. Eine Urteilsverkündung ist für Mitte März geplant.

Unser Reporter Pascal Wede war beim Prozessauftakt dabei.

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