Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft: Zweitgrößter Online-Markt für illegale Waren ausgehoben

Am 03.05.2019 veröffentlicht

Gemeinsam mit europäischen und amerikanischen Ermittlerkollegen hat die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft einen riesigen Coup gelandet: Sie haben den zweitgrößten Online-Marktplatz für illegale Waren zerschlagen.

"Wall Street Market" hieß die Plattform im Darknet. Drei Deutsche sollen diese betrieben haben und wurden nun festgenommen. Einer der Verdächtigen stammt aus Bad Vilbel. Die Rechner der Betreiber wurden sichergestellt. In den Wohnungen der drei Deutschen fand man Bargeld über 550.000 Euro und Kryptowährungen in sechsstelliger Höhe.

Die drei Verdächtigen sitzen derzeit in Untersuchungshaft. Das Amtsgericht Gießen habe Haftbefehl gegen die drei Tatverdächtigen wegen "gewerbsmäßiger Verschaffung einer Gelegenheit zur unbefugten Abgabe von Betäubungsmitteln" erlassen.

Plattform mit über 63.000 Verkaufsangeboten

Bei dem "Wall Street Market" handelt es sich um eine weltweite, kriminelle Handelsplattform, über die insbesondere Drogen, Daten und gefälschte Dokumente gehandelt wurden. Zuletzt waren dort über 63.000 Verkaufsangebote eingestellt sowie über 1.100.000 Millionen Kundenkonten und über 5.400 Händler registriert. Die Plattform soll mehr als 40 Millionen Euro Umsatz gemacht haben, knapp eine Million Euro hätten die Betreiber selbst verbuchen können.

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