Ehrung für Zivilcourage: Haltestelle trägt Namen des Retters

Am 12.06.2019 veröffentlicht

In der S-Bahn-Station "Ostendstraße" in Frankfurt wird auf einer Gedenktafel an den getöteten Schüler Alptug Sözen erinnert. Der 17-jährige Hanauer war im November 2018 an der Haltestelle ums Leben gekommen. Er hatte einem betrunkenen Obdachlosen helfen wollen, der auf den Gleisen lag.

Im Treppenabgang der Haltestelle ist am Mittwoch ein Gedenkort eingeweiht worden. Neben der Gedenktafel trägt die ganze Haltestelle einen Zusatz-Namen: Sie wird nun auch Alptuk-Sözen-Station heißen. Der 17-jährige bemerkte vergangenen Herbst bei seinem Rettungsversuch zu spät den herannahenden Zug, der ihn überrollte. 

"Das Schicksal Alptugs hat viele Menschen weit über die Grenzen Frankfurts hinaus tief bewegt", sagte Oberbürgermeister Peter Feldmann, der bei der Enthüllung der Plakette die trauernde Mutter des toten Jugendlichen stützte. Initiator für den Gedenkort ist der Bruder der 2014 getöteten Tugce Albayrak. Sie wollte damals zwei Mädchen helfen, die belästigt wurden. Der Täter schlug sie - die junge Frau starb wenig später an den Folgen.

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