Im Kampf gegen Geldwäsche: Einblick in Ermittlungsarbeit der "Panama Papers"

Am 24.04.2019 veröffentlicht

Am Mittwoch trafen sich die hessische Steuerverwaltung, das Bundeskriminalamt und Finanzminister Dr. Thomas Schäfer in Frankfurt, um einen Einblick über die komplexe Ermittlungsarbeit der "Panama Papers" zu geben. Europaweit sei es einzigartig, dass Hessen den gesamten Datensatz habe, den das Bundeskriminalamt für fünf Millionen gekauft hat.

Die "Panama Papers" sind das Stichwort für Steuerbetrug im ganz großen Stil. Vor drei Jahren gerieten Politiker, Prominente und Geschäftsleute unter erheblichen Druck, als ein internationales Medien-Netzwerk mit den "Panama Papers" Finanztransaktionen in die mittelamerikanische Steueroase enthüllte. Große Datenberge belegten Geldströne nach Panama, wo Tausende Briefkastenfirmen angesiedelt sind.

In Deutschland hatte die Süddeutsche Zeitung gemeinsam mit NDR und WDR die "Panama Papers" veröffentlicht. Im Sommer 2017 kaufte das Bundeskriminalamt die Daten für fünf Millionen Euro. Im Zuge der Enthüllungen gab es allein in Deutschland bislang rund 150 Millionen Euro Nachzahlungen. Bisher sind 150 Verfahren aufgrund der Ermittlungen eingeleitet worden.

Reporter Andreas Schopf war bei dem Werkstattgespräch der Experten für Sie dabei.

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