18-jähriger vor Gericht: Raser rammt Auto - Mutter stirbt

Am 18.07.2019 veröffentlicht

Nach einem tödlichen Unfall auf einem Autobahn-Parkplatz in Südhessen hat der 18-jährige Fahrer ein Geständnis abgelegt. Mit hohem Tempo raste er Ende letzten Jahres gegen das parkende Auto einer Familie aus Düsseldorf. Die 39 Jahre alte Mutter wurde tödlich verletzt, der zehnjährige Sohn überlebte den Unfall schwer verletzt. Dem Unfallversucher wird Mord vorgeworfen.

Sein Anwalt hat vor dem Darmstädter Landgericht eine Einlassung verlesen, in der sich der 18-Jährige selbst als "Autonarr" bezeichnete und aus Angst vor einem weiteren Verfahren wegen Fahrens ohne Führerschein vor der Polizei geflohen sei. "Ich bin in den Pkw der Familie gefahren, weil ich die Situation völlig falsch eingeschätzt und die Kontrolle verloren habe." Laut Anklage flüchtete der führerscheinlose junge Mann am 30. Dezember 2018 streckenweise mit 180 Stundenkilometern vor der Polizei.

Auf dem Parkplatz krachte er ungebremst mit 110 Stundenkilometern in den dort geparkten Wagen, in dem die 39 Jahre alte Frau und ihr zehn Jahre alter Sohn saßen. Der Vater war zu diesem Zeitpunkt auf der Toilette gewesen. Er erlitt einen Schock. Auch der Unfallverursacher wurde damals schwer verletzt.

Empfohlene Kanäle