Neue App "LateBack": Wie ein Frankfurter Startup RMV-Pendlern ihr Geld zurückholt

Am 27.03.2019 veröffentlicht

Wer im Rhein-Main-Gebiet täglich mit Bus und Bahn unterwegs ist, der kennt das nur zu gut: Züge fallen aus oder haben Verspätungen. Der Verkehrsbund RMV hat deshalb ab 10 Minuten Verspätung eine Geld-zurück-Garantie eingeführt. Um sich den Ticketpreis aber zurückzuholen, muss zuerst ein Formular ausgefüllt werden. "Ganz schön kompliziert", sagen Michael Zierlein und Sebastian Hennig, und haben die App "LateBack" entwickelt, die Pendlern das Leben erleichtern soll. Unsere Reporterin Luisa Vollmert hat sie getestet.

Im vergangenen Jahr hat der RMV die 10-Minuten-Garantie eingeführt, um Fahrgäste zu besänftigen. Wenn S-Bahn oder Regionalzug mehr als 10 Minuten verspätet sind, gibt's einen Teil des Fahrpreises zurück. Doch die Formulare sind echte Zeitfresser, die nur über einen Computer eingereicht werden können. Das schreckt viele ab. Das Frankfurter Start Up "LateBack" um Sebastian Hennig und Michael Zierlein hat deshalb eine App entwickelt, mit der das RMV-Formular vereinfacht ausgefüllt und direkt an den Verkehrsbund weitergeleitet wird. Über das Profil kann der Nutzer sehen, welche Anträge eingereicht wurden und wie viel Geld erstattet wird. Wer beispielsweise eine Monatskarte besitzt, erhält pro verspätete Fahrt 3 Euro – bei 10 Verspätungen also immerhin 30 Euro.

Um "LateBack" uneingeschränkt nutzen zu können, fällt eine monatliche Gebühr von 1,78 Euro an. Die App gibt es für die Betriebssysteme iOS und Android.

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