Seebrücke statt Seehofer: Demonstration für mehr Menschenrechte in Frankfurt

Am 18.09.2018 veröffentlicht

Zahlreiche Initiativen hatten am Montag, den 17. September 2018, zu einer Demonstration für mehr Menschrechte und gegen die Flüchtlingspolitik der Bundesrepublik aufgerufen. Unter dem Motto 'Seebrücke statt Seehofer' zogen mehrere tausend Menschen friedlich durch die Frankfurter Innenstadt.

Die Demonstranten wollten sich für eine humanere Flüchtlingspolitik und legale Fluchtwege nach Europa stark machen. Dabei bekam vor allem ein Politiker sein Fett weg. Horst Seehofer stand im Mittelpunkt des Protests, hatte er doch ursprünglich am Dienstag, den 18. September 2018, einen Besuch in Frankfurt geplant. Dieser wurde jedoch am Montag wegen Terminproblemen abgesagt. 

Auch viel Landespolitiker unter Demonstranten

Unter den etwa 6.300 Demonstranten befanden sich auch zahlreiche Landespolitiker, die gegen den CSU-Chef Seehofer protestierten. So war auch die Landeskandidatin der SPD Ariana Neumann bei der Kundgebung dabei und erklärte: "Ich möchte keinen Innenminister der sagt, dass die Migration die Mutter aller Probleme ist".

Auch Flüchtlinge protestierten. Der Fotograf Ramin Mohabat ist vor drei Jahren aus Afghanistan geflohen. Ihm bedeutet es viel, dass sich so viele Menschen für eine humanere Migrationspolitik stark machen. Er sieht aber auch die Flüchtlinge in der Verantwortung. "Wenn die Flüchtlinge und die Deutschen zusammenarbeiten, dann funktioniert unsere Integration in Deutschland", so Mohabat.

Weitere Eindrücke der Demonstration sehen Sie oben im Video von Magdalena Gutsche und Benjamin Holler.

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