Teufelskreis mit Suchtgefahr: Wenn ohne Nasenspray nichts mehr geht

Am 04.12.2018 veröffentlicht

Kein Nasenspray zur Hand – für über 100.000 Deutsche ist das der Albtraum schlechthin, denn so hoch ist die Zahl der Nasenspray-Abhängigen in Deutschland. Die Dunkelziffer liegt um einiges höher. Ein kalter Entzug ist kaum möglich, denn ohne die tägliche Dosis des Sprays bekommen Betroffene keine Luft, nicht wenige leiden unter Erstickungsängsten. Unsere Reporterin Verena Schmale hat eine Frankfurterin besucht, der der Ausstieg gelungen ist. 

Laut Angaben der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen sind über 100.000 Menschen in Deutschland abhängig von Nasenspray. Auch Barbara Sipf aus Frankfurt war eine von ihnen. Nach einer Nasennebenhöhlenentzündung hört sie nach den 7 empfohlenen Behandlungstagen mit Nasenspray nicht mit den täglichen Sprühstößen auf. Dann den empfohlenen 3 Stößen pro Tag braucht Barbara Sipf 7 Stöße, um frei durch die Nase atmen zu können. Als sie nachts immer häufiger mit Erstickungsängsten aufwacht und immer wieder Nasenbluten bekommt, sucht sie einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt auf. Dr. Roy Süssmann aus Frankfurt verordnet ihr Cortisonspray und verringert die Dosis des Nasensprays immer weiter – mit Erfolg. Barabara Sipf kann inzwischen ohne Nasenspray leben.

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