Hilfe nach Explosion in Beirut: THW-Team in Frankfurt gestartet

Am 06.08.2020 veröffentlicht

Wie konnte es zu der verheerenden Detonation in Libanons Hauptstadt kommen? Eine genaue Untersuchung soll in wenigen Tagen erste Ergebnisse vorlegen. Hilfe aus Deutschland ist jetzt auf dem Weg.

Das Technische Hilfswerk (THW) entsandte erste Kräfte: Im Auftrag der Bundesregierung brachen ein Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) sowie ein Botschaftsunterstützungsteam am Mittwochabend in den Libanon auf, wie die dpa berichtet. "Vor Ort werden unsere Einsatzkräfte unter anderem die Lage erkunden und beurteilen, Verschüttete lokalisieren und retten, Gebäudeschäden beurteilen und die Botschaft unterstützen", sagte THW-Vizepräsidentin Sabine Lackner gegenüber dpa.

Nach offiziellen Angaben kamen am Dienstag in Beirut mindestens 135 Menschen ums Leben, etwa 5000 weitere wurden verletzt. Unter den Trümmern werden weitere Vermisste vermutet. Geschätzt wird, dass bis zu 250 000 Einwohner ihre Wohnungen verloren haben. Die genaue Ursache der heftigen Explosion ist noch unklar. Sie zerstörte große Teile des Hafens, der für die Versorgung des Landes zentral ist, aber auch für den Transport von Hilfsgütern nach Syrien. Die Katastrophe löste eine Welle der Hilfsbereitschaft aus - so schickten mehrere Länder Rettungsmannschaften mit Spürhunden und Experten für die Bergung von Verschütteten.

dpa

 

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