Satire-Kritik an DFL-Konzept: Corona-Fußball a la Titanic

Am 12.05.2020 veröffentlicht

Bundesligaspieler sollen sich während ihrer Spiele auf dem Feld um jeweils drei Kinder kümmern. Dies ist nur eine Forderung der Satire-Redaktion von "Titanic" an das Fußball-Comeback nach der Corona-Pause. Hinter den witzigen Vorschlägen steckt ernste Kritik.

Das Satiremagazin "Titanic" hat der Deutschen Fußball-Liga vor den geplanten Bundesliga-Geisterspielen am Wochenende ein "Torona-Konzept" präsentiert - stand aber vor verschlossenen Türen. Bei der Aktion vor der DFL-Zentrale im Frankfurer Westend hatte die Delegation des Magazins einen Geschenkkorb und Handzettel mit den "11+11-Regeln für einen sicheren Spielbetrieb" mitgebracht.

Mit sicherem Abstand und Mund-Nasen-Schutz kickte das Quartett um "Titanic"-Chefredakteur Moritz Hürtgen mit einem vakuumierten Hygieneball mit doppelter Haarnetzhülle. Zwei Pappkameraden standen für den sicheren Abstand in der Freistoßmauer.

Scharfe Regeln

In den "11+11"-Regeln sind unter anderem Torwarthandschuhe für alle 22 Spieler auf dem Platz, Rote Karten für die Profis, die ausspucken, und - nach dem Motto "Einlaufkinder statt Kitas" - drei Kinder pro Spieler beim Einlaufen vorgesehen. "Die Kitas sind ja noch zu", begründete Hürtgen die Idee. Desinfektionsmittel soll über den Rasensprenger versprüht werden.

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