Taxi-Konkurrenz: Fahrdienst Uber kehrt nach Frankfurt zurück

Am 05.12.2018 veröffentlicht

Der Fahrdienst-Vermittler Uber ist fortan auch wieder in Frankfurt aktiv. Über die App seien verschiedene Dienste des Unternehmens ab Mittwoch in der Mainmetropole nutzbar, sagte Deutschlandchef Christoph Weigler gegenüber der Bild-Zeitung. Für Taxi-Unternehmen steigt nun der Konkurrenzdruck.

Besonders Touristen und Geschäftsleute nutzten die Uber-App, sagte Weigler der Zeitung, beide Gruppen seien in Frankfurt stark vertreten. Taxi-Verbände sehen sich durch die Konkurrenz bedroht.

Kein "UberPop" in Europa

Besonders umstritten war lange das Angebot UberPop. Dabei vermittelte die Uber-App Fahrgäste an private Fahrer, die ohne Taxilizenz oder Personenbeförderungsschein im eigenen Auto unterwegs waren. Gerichte in zahlreichen EU-Mitgliedstaaten haben diesen Service verboten. Von dem Konzept hat sich das Unternehmen in nahezu allen europäischen Ländern mittlerweile verabschiedet. Das Landgericht Frankfurt hatte UberPop nach einer Klage des deutschen Taxigewerbes im März 2015 für wettbewerbswidrig erklärt.

Rückkehr nach 3 Jahren

Der damalige Deutschlandchef Christian Freese erklärte im Herbst 2015 in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur, dass sich das Uber-Deutschland-Team eher auf Berlin und München konzentrieren wolle. Freese begründete die "vorübergehende Pause" damals mit den "schwierigen Rahmenbedingungen bei der Vermittlung von Fahrten professioneller Mietwagenunternehmer". Die Nachfrage der Kunden habe das Angebot der Uber-Partner überschritten.


Uber kehrte im Oktober bereits nach Düsseldorf zurück. Der Bild-Zeitung zufolge sollen für Uber mehr als 100 Fahrzeuge im Frankfurter Stadtgebiet im Einsatz sein.

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