Kinderärzte schlagen Alarm: Kalte Jahreszeit sorgt für Patientenströme

Am 15.11.2018 veröffentlicht

Die Belastung an hessischen Kinderarztpraxen wird immer stärker. Ärzte und medizinisches Fachpersonal geraten an ihre persönlichen Belastungsgrenzen, um den Patientenströmen in der kalten Jahreszeit gerecht zu werden. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Kinderärzte haben im Vergleich zu früher schlichtweg mehr zu tun. So hat beispielsweise die Zahl der Frühchen zugenommen. Diese leiden oft unter Folgeerkrankungen und müssen häufiger zum Arzt. Laut Kinderarzt Thomas Lenz aus dem nordhessischen Vellmar suchten auch viele verunsicherte Eltern den Weg zu seiner Praxis. Kinder kämen oft mit verstopfter Nase und müssten eigentlich nicht ärztlich behandelt werden.

Hinzu kommt die Tatsache, dass es immer weniger Kinderärzte gibt. Es fehle einfach an Nachwuchs, der sich in ländlichen Regionen niederlassen will. Auf Bundesebene soll nun eine neue Regelung her, um die Arztsitze gerecht zu verteilen – und das, hofft Thomas Lenz, so schnell wie möglich.

So bekommen Sie sicher einen Termin beim Spezialisten

Bei weniger akuten gesundheitlichen Beschwerden empfiehlt es sich, zunächst den Hausarzt aufzusuchen. Sollte dieser Ihnen nicht weiterhelfen können, wird er Ihnen eine Überweisung an einen Facharzt geben. Mit dieser Bescheinigung können Sie sich auch direkt an die Terminservicestellen zuständiger kassenärztlicher Vereinigungen wenden. Diese haben sich dazu verpflichtet, Ihnen innerhalb einer Woche einen Termin in den nächsten vier Wochen anzubieten, der eine Fahrtzeit von mehr als 30 Minuten nicht übersteigt. 

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