Rassistische Botschaften: Rechtsextreme Sticker in Frankfurter Westend werden entfernt

Am 24.07.2019 veröffentlicht

Einige sind zerkratzt, manche inzwischen überklebt und andere noch immer gut sichtbar: Im Frankfurter Stadtteil Westend haben Unbekannte Aufkleber mit rechtsextremen Slogans angebracht. Sprüche wie „Refugees not welcome“ oder „Ku Klux Klan White Power“ sind dort zu lesen. Der Student Ruben Gerczikow dokumentiert die Aufkleber auf Twitter. Die Stadt Frankfurt will jetzt dagegen vorgehen.

"In unserer weltoffenen und toleranten Stadt ist kein Platz für Hass und Ausgrenzung", sagte Bürgermeister Uwe Becker (CDU) am Mittwoch. Deshalb werde die Stadt Frankfurt die Sticker mit den rechtsextremen Motiven an Ampeln, Schildern und Laternenpfählen wieder entfernen. "Rechtsradikales Gedankengut, wie es mit den Aufklebern verbreitet wird, hat im öffentlichen Straßenraum nichts verloren", sagte Becker. Die Aufkleber waren gehäuft in der Nähe der Jüdischen Gemeinde im Frankfurter Westend aufgetaucht.

Gerczikow, Vorstand der Jüdischen Studierendenunion Deutschland, zeigt unserem Reporter Rafael Fleischmann die einschlägigen Sticker. Die Hassbotschaften richten sich unter anderem gegen Geflüchtete oder die politische Linke. Als Verfasser lässt sich auch die vom Bundesamt für Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestufte Identitäre Bewegung identifizieren. 

Wir haben bei einem Rechtsanwalt nachgefragt, wie er die rechtsextremen Sticker einschätzt. Die Antwort sehen Sie im Video.

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