Zugriff der Staatsanwaltschaft: Razzia bei der AWO

Am 14.01.2020 veröffentlicht

Wochenlang stehen die Frankfurter und die Wiesbadener Arbeiterwohlfahrt wegen überzogener Gehälter und Luxus-Dienstwagen in der Kritik. Am Dienstagmorgen hat die Staatsanwaltschaft eine Razzia durchgeführt und mehrere Wohn- und Geschäftsräume durchsucht. Grund für die Durchsuchungen ist der Verdacht des Betruges und der Untreue.

Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft sind sechs Privatwohnungen und acht Geschäftsräume in Frankfurt, Wiesbaden, Berlin, Bad Schwalbach und Schöneck im Fadenkreuz der Ermittler. Insgesamt sind 84 Beamte der Staatsanwaltschaft und der Polizei im Einsatz. Bei den Durchsuchungen haben sie zahlreiche schriftliche und elektronische Geschäftsunterlagen sichergestellt.

Durchsuchungen wegen hoher Gehälter und Luxus-Dienstwagen

In der Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft sind von "falsch abgerechneten Personalkosten im hohen sechsstelligen Bereich" sowie der "Vereinbarung ungerechtfertigter Honorarzahlungen" und der "Gewährung einer überhöhten Dienstwagenpauschale" die Rede. Die Ermittlungen richten sich gegen zwei Frauen und vier Männer im Alter zwischen 40 und 63 Jahren, die bei der Awo in Frankfurt bzw. Wiesbaden zum Teil ehrenamtlich in leitenden Funktionen tätig waren.

Die Auswertung der Daten sowie weitere Ermittlungen dauern noch an.

Empfohlene Kanäle