Plagiate aus China: Zoll zieht 460.000 gefälschte Puppen und Sammelkarten aus dem Verkehr

Am 14.12.2018 veröffentlicht

462.102 gefälschte Puppen und Sammelkarten zog der Zoll am Frankfurter Flughafen am 21. November aus dem Verkehr. Sie kamen aus China und waren für Deutschland bestimmt. Mittlerweile wurde der Fälschungsverdacht von den Rechteinhabern bestätigt. Der verhinderte wirtschaftliche Schaden beträgt etwa 386.000 Euro.

Die Beamten öffneten zunächst vereinzelte Pakete und stellten Kunststoffpuppen der Marke "L.O.L. Surprise" und Sammelkarten eines namhaften Herstellers aus den USA fest. Da die Beamten bereits den Verdacht hatten, dass es sich um Fälschungen handeln könne, öffneten sie alle Pakete und zählten den Inhalt aus. Insgesamt befanden sich in der Sendung rund 8.500 Puppen und zahlreiche Sammelkarten.

Zusatzinformation: In 2017 wurden beim Hauptzollamt Frankfurt am Main etwa 6000 Grenzbeschlagnahmeverfahren eröffnet. Die 549.354 Plagiate hatten einen Warenwert von rund 18,7 Millionen Euro. Darunter waren 599 Fälle mit 278.708 gefälschten Tabletten und Ampullen. Herkunftsländer der Plagiate waren mit 37 Prozent meistens China, die Vereinigten Staaten von Amerika, Hongkong und Singapur. Es handelte sich überwiegend um Uhren und Kleidung, Taschen, Sonnenbrillen, Mobiltelefone, Arzneimittel, elektronisches Spielzeug und Computerzubehör.

 

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