Aus alt wird schick: Frankfurterinnen machen aus Ramsch Mode

Am 05.11.2018 veröffentlicht

Wenn aus altem Ramsch etwas Neues, Nützliches entsteht – dann spricht man von „Upcycling“. Besonders in der heutigen Zeit, in der Plastikmüll zunehmend die Weltmeere verunreinigt, braucht es kreative und nachhaltige Ideen zur Weiterverwertung alter Materialien. Wir haben zwei Frankfurterinnen getroffen, die sich dem nachhaltigen Trend verschrieben haben. Die Ergebnisse können sich sehen lassen.

Christina Volmari haucht alten Frottee-Badetüchern neues Leben ein. Die Idee dazu kam der Bockenheimerin in der Dusche, sie hatte genug vom "Drumgewickel". Die Idee zu einem taillierten Kleid war geboren. Heute stellt sie hauptsächlich Taschen her. Die alten Handtücher dafür bekommt sie von Herstellern, die solche Reste nicht mehr gebrauchen können. Viele Kunden bekommen nostalgische Gefühle, sie hätten noch teilweise dreißig Jahre alte Frottee-Tücher zuhause. "Mit Frottee kannst du ja immer wieder neue Trends setzen", sagt Volmari. Die Taschen gibt es ab 34 Euro im Onlineshop von Volmari.

Jacken aus Schirmen

Auch Yvonne Heumann hat das Potential alter Materialien entdeckt: Sie stellt aus dem dünnen Nylon-Stoff von Regenschirmen Jacken her. "Wenn man dann im Einzelhandel guckt, bei diversen Drogerieketten mal schaut, dann kriegt man unter anderem einen Regenschirm für unter drei Euro. Und das hat mich dann doch sehr ratlos gemacht", sagt die Frankfurterin. Für die Herstellung einer Jacke trennt sie zunächst das Material von den Metallstäben und näht die Stoffe dann mithilfe eines Schnittmusters zurecht.

Die gelernte Tischlerin aus dem Stadtteil Seckbach steht mit ihrer Idee allerdings noch ganz am Anfang. Deshalb kann sie auch noch nicht sagen, wie teuer eine solche Jacke mal sein wird. Bisher hat sie nämlich erst fünf Exemplare aus alten Regenschirmen produziert.

Im Video von Reporterin Carina Cordes gewähren die beiden Kreativköpfe Einblicke in ihre Werkstätten.

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