"Überfall" auf Juwelier: Videodreh von Rapper Kollegah löst Polizeieinsatz aus

Am 09.11.2020 veröffentlicht

Der Dreh eines Musikvideos des Rappers Kollegah hat in Frankfurt einen Polizeieinsatz ausgelöst.

Zeugen hatten sich am Wochenende gemeldet, weil im Bahnhofsviertel der Stadt scheinbar ein Juweliergeschäfts mit Schusswaffen überfallen wurde. Jedoch habe es sich bei der vermeintlichen Straftat um eine Filmszene für das Musikvideo gehandelt.

Waffenattrappen sind verboten

Ohne das zu wissen, seien Einsatzkräfte der Polizei am Tatort eingetroffen. "Zur Überraschung aller stellte sich in diesem Moment heraus, dass es sich bei dem 'Überfall' um einen Videodreh eines bekannten Rappers handelte", hieß es von der Behörde am Sonntag. Auch seien die fünf gefundenen Schusswaffen nicht echt gewesen.

Beteiligte müssen jetzt mit Verfahren rechnen

Der Produzent des Drehs habe es versäumt, die Polizei über "sein äußerst öffentlichkeitswirksames Vorhaben zu unterrichten", hieß es weiter. Zwar habe eine Drehgenehmigung der Stadt Frankfurt bestanden. Die Beteiligten des Drehs müssten aber wegen des "Führens von Anscheinswaffen" nun mit einem Verfahren rechnen.

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