"Fridays for Future": Kultusminister diskutiert mit Schülern über Klimademos

Am 12.04.2019 veröffentlicht

Zehntausende junge Menschen demonstrieren seit Wochen unter dem Motto "Fridays for Future" während der Schulzeit für den Klimaschutz. Hessens Kultusminister Alexander Lorz hat sich am Freitag mit Schülern getroffen, um über die Klimademos zu diskutieren.

Bei der Diskussion kritisierte der CDU Politiker die Schülerdemonstrationen. "Ich hätte es vielleicht einmal gemacht, aber nicht jede Woche", sagt Alexander Lorz. Dann komme man an den Punkt, an dem Schule nicht mehr organisierbar sei. Lorz stellte sich am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt zum Auftakt in die Osterferien den Fragen der rund 200 jungen Menschen im Alter von 13 bis 18 Jahren. 

Hintergrund 

Erst im März waren in Hessen Tausende Jugendliche für einen radikalen Wandel in der Klimapolitik auf die Straße gegangen. SPD, Linke und auch die Grünen als Koalitionspartner der CDU unterstützen die Proteste. Lorz hatte bereits im Februar im Landtag erklärt, dass das Demonstrationsrecht nicht vor der Schulpflicht entbindet. Diese sei in der Landesverfassung und im Schulgesetz geregelt. Der Grund für eine Demonstration dürfte nicht über die Zulässigkeit entscheiden. 

Die mittlerweile weltweiten Proteste der jungen Leute finden jede Menge Zustimmung. Ihren Ursprung haben die Aktionen in Schweden, wo die 16-jährige Schülerin Greta Thunberg als Erste regelmäßig vor dem Parlament demonstrierte. 

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