Frisch oder abgepackt: Convenient Food immer beliebter

Am 27.11.2018 veröffentlicht

Würden Sie für das gleiche Produkt dreimal so viel ausgeben, nur weil es schon geschnitten ist? Klingt verrückt, kommt heutzutage aber immer wieder vor, weil es den Menschen bequemer erscheint. Convenient Food nennt sich dieses Phänomen und findet immer mehr Zuspruch.

Unser Reporter spricht mit Breunas Bürgermeister Klaus-Dieter Henkelmann. Hier in Breuna stehen Apfelbäume, voll mit Äpfeln, die hungrige Besucher kostenlos pflücken dürften. Doch niemand kommt her, der Bürgermeister hat da eine Vermutung: "Es ist einfacher, in den Lebensmittel-Supermarkt zu gehen und sich Äpfel zu kaufen. Dabei wird vergessen, dass hier die Qualität wesentlich besser ist, denn das ist Bio-Obst."

Bereits geschält, abgepackt und portioniert - Convenient Food ist gerade für Menschen reizvoll, die es eilig haben und selber wenig mit dem Zubereiten zu tun haben wollen. Durch den minimalen Aufwand steigt auch die Bereitschaft mehr Geld zu bezahlen. Dabei vergessen viele, dass gerade die Verpackung viele Nachteile mit sich bringt. Zum einen wird die Umwelt stark verschmutzt, zum anderen können sich schneller krankheitserregende Keime bilden, weiß unsere Ernährungsberaterin Mona Poulev.

2008 hat der Durchschnittsdeutsche noch 50 Euro für Convenient Food ausgegeben, 2018 waren es schon 70 - Tendenz steigend. 5,8 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr - das Geschäft boomt gewaltig.

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