Nach Schiri-Attacke: FSV Münster meldet Mannschaft ab

Am 29.10.2019 veröffentlicht

Nachdem am Wochenende im Landkreis Darmstadt-Dieburg ein Spieler des FSV Münsters einen Schiedsrichter niedergeschlagen hat, zieht der hessische Kreisliga-Club nun Konsequenzen und meldet die Mannschaft ab. Zudem erhält der Spieler lebenslanges Hausverbot.

„Wir haben beschlossen, dass die Mannschaft mit sofortiger Wirkung abgemeldet wird“, sagte der Vereinsvorsitzende Hans-Peter Samoschkoff in einem Interview mit Hit Radio FFH. „Die Spieler werden sich noch einmal treffen, nehmen ihre persönlichen Sachen mit - das war's dann.“ Der Spieler, der den 22-jährigen Schiedsrichter so geschlagen habe, dass dieser mit dem Hubschrauber in ein Krankenhaus gebracht wurde, habe seinen Fehler inzwischen eingesehen. „Er kann sich vor Gericht entschuldigen, aber hier ist die Zeit für ihn vorbei“, sagte Samoschkoff.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) hat indessen eine lebenslange Sperre für Täter gefordert, die Schiedsrichter bewusstlos prügeln. "Es ist erschreckend, wenn unsere Schiedsrichter, die das im Ehrenamt machen, Opfer von Prügelattacken werden. Wer auf dem Fußballplatz die Fäuste fliegen lässt und den Schiri bewusstlos schlägt, sollte nie wieder auf den Platz zurückkehren dürfen", sagte SPortminister Beuth am Montag.

Empfohlene Kanäle